In China sind vier kanadische Staatsbürger hingerichtet worden. Eindeutig bestätigt hat die Regierung in Peking das nicht - die Sprecherin des Außenministeriums, Mao Ning, sagte auf Nachfrage lediglich, China sei ein Rechtsstaat. Alle Angeklagten würden gleich behandelt, unabhängig von ihrer Nationalität - streng und fair, im Einklang mit dem Gesetz.

Die kanadische Seite solle aufhören, sich in die juristische Souveränität Chinas einzumischen, so die Sprecherin.

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Kein Land der Welt richtet mehr Menschen hin als China. Nach Schätzungen von Menschenrechtsorganisationen sind es mehrere Tausend im Jahr. Wie viele genau, ist Staatsgeheimnis.

Gerichtsverfahren in der kommunistisch regierten Volksrepublik entsprechen nicht den internationalen Standards für faire Prozesse. Sie finden häufig hinter verschlossenen Türen statt, fast alle Anklagen enden mit einer Verurteilung. Angeklagte und ihre Familienangehörigen werden nach Angaben von Beobachtern zudem oft eingeschüchtert, Geständnisse werden erpresst.

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Am Mittwoch teilte die kanadische Außenministerin Melanie Joly mit, dass vier kanadische Staatsbürger in diesem Jahr in China hingerichtet wurden. Gnadengesuche habe die chinesische Seite ignoriert.

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Weitere Details nannte die kanadische Außenministerin nicht. Sie wolle Rücksicht nehmen auf die betroffenen Familien in Kanada.

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Das Verhältnis zwischen China und Kanada ist seit Jahren extrem angespannt.

  • superkret@feddit.org
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    7 days ago

    Gerichtsverfahren in der kommunistisch regierten Volksrepublik entsprechen nicht den internationalen Standards für faire Prozesse…Fast alle Anklagen enden mit einer Verurteilung.

    Japan und USA:

    • CosmoNova@lemmy.world
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      7 days ago

      Du glaubst, Japan und USA richten mehrere tausend Menschen im Jahr hin oder woher rührt der whataboutism?

      • dwt@feddit.org
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        6 days ago

        Also, die Geimgerichte der USA, die bestimmen, wer per Drohne hingerichtet wird genügen auch keinen internationalen Standards. Zahlen sind auch geheim.

      • Tiptopit@feddit.org
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        7 days ago

        Nee, die USA richten nicht mehr hin, die brauchen die Leute für die privaten Gefängnisse. In den USA ist es aber auch häufig so, dass Angeklagte zu Geständnissen gedrängt werden, um extremere Strafen im Falle der Verurteilung zu vermeiden.

        • CosmoNova@lemmy.world
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          7 days ago

          Tust du jetzt so als ob es in China nicht ne Millionen gefangene in Lagern gibt, oder wie? Bizarre Sichtweise auf so eine Nachricht.

          • cows_are_underrated@feddit.org
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            7 days ago

            Ich würde das nicht als Whataboutism bezeichnen. Es wurde lediglich darauf hingewiesen, dass dies in anderen Ländern auch der Fall ist, ohne dabei aber die Probleme in China Herunterzuspielen.

            • CosmoNova@lemmy.world
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              7 days ago

              Es ist Textbuch Whataboutism, weil es im Text nicht um die USA geht und jedes Argument sowieso mehr zu China passt als zu den Staaten. Hier tun die Leute wirklich so, als ob China keine Rassensäuberung im großen Stil und mehreren Fronten durchzieht. Tankies müssen echt mal auf die Realität klarkommen:

            • Quittenbrot@feddit.org
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              7 days ago

              Bei Whataboutism geht es in meinen Augen ohnehin primär darum, durch das Verweisen auf andere die ursprüngliche Kritik zu verwässern. Man muss also gar nicht explizit probieren, die Probleme in China herunterzuspielen, damit es zum Whataboutism wird.

              Und die Frage ist schon berechtigt, was der Verweis auf Länder wie Japan oder die USA an dieser Stelle bezwecken soll. Inwiefern ist das, oder überhaupt diese beiden Länder, hier relevant? Ändert das irgendwas an der ursprünglich zitierten Aussage?

      • superkret@feddit.org
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        7 days ago

        Nein, ich weise mir darauf hin, dass auch in Japan und den USA praktisch alle Strafgerichtsverfahren mit einem Schuldspruch enden. So dass das vielleicht nicht etwas ist, was man spezifisch den Chinesen vorwerfen kann.